Anfeuern im Winter

Montag, 30. Oktober 2023
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Auch an kühleren Tagen mit Begeisterung zu grillen oder Fleischspezialitäten gekonnt zu smoken: Diese Herausforderung nehmen immer mehr Verbraucher an. Händler, die mit ihrem Angebot darauf eingehen, können sich von der Masse abheben.

Grillen scheinen viele Verbraucher mittlerweile längst nicht mehr nur als Sommeraktivität wahrzunehmen, sondern als ganzjähriges Vergnügen. «Insbesondere in der Winterzeit erkennen immer mehr Menschen den besonderen Reiz, bei klirrender Kälte den Grill anzufeuern und in geselliger Runde warme, frisch gegrillte Speisen zu geniessen», sagt Ralf Surges, der beim Grillfachhändler Grillfürst für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie Social Media zuständig ist. Dort und bei vielen anderen Unternehmen macht man den Trend aus, dass traditionelle Festtagsgerichte zu Weihnachten oder Neujahr auf den Grill verlagert werden und die Grill-Fans immer experimentierfreudiger werden: «Neben den klassischen Grillgerichten wie Würstchen oder Steaks werden vermehrt Schmorgerichte aus dem Dutch Oven, winterliche Spezialitäten wie Maronen, winterliches Gemüse oder sogar Glühwein auf dem Grill zubereitet», so Surges. Ein Dutch Oven ist ein traditioneller Kochtopf mit Standfüssen, der aus robustem Gusseisen oder auch durabler Keramik besteht und direkt auf allen gängigen Hitzequellen platziert werden kann: Gas- und Holzkohlegrill oder direkt auf offenem Feuer/glühenden Kohlen. Auf diese Weise lassen sich etwa Schmorgerichte, Eintöpfe oder sogar Brot zubereiten.
 
Indirekt Garen
«Im Winter wird auch das Smoken von Lebensmitteln immer populärer», stellt Laure van Rijn, Marketingleiterin beim Grillanbieter Napoleon Europe, fest. Beim «Smoken» wird das Grillgut auf dem Rost indirekt gegart. Der heisse Rauch der Brennkammer zieht durch einen seitlichen Verbindungsschacht in die Garkammer. Es handelt sich also eher um eine Kombination von Räuchern und Grillen, die sich beispielsweise für die Zubereitung grosser Fleischstücke wie Spareribs oder Hähnchen eignet. Dennoch wird auch im Winter wohl in vielen Haushalten noch eher klassisch gegrillt, wenn auch mit immer mehr Hightech-Geräten. «Das winterliche Grillgut unterscheidet sich in den Hauptkategorien wenig vom Grillgut für den Sommer. Saisonales Fleisch wie Wild oder Lamm kommt hinzu. Grundsätzlich wird in Richtung Weihnachten höherwertiger eingekauft», sagt Ulrike Fiedler, Director Marketing, Meggle Consumer Products West. Das gelte auch für Butterzubereitungen, die im Dezember ihren zweiten Saisonpeak erleben. «Denn gerade gutes Fleisch wird nicht in Saucen getunkt, sondern eher mit Kräuterbutter veredelt.»
 
Angesagte Alternativen
Zweifellos mag nicht jeder auf Fleisch setzen. Dann kommen als Alternativen etwa Seafood oder Garnelen genau richtig, die sich auch auf dem Wintergrill einfach zubereiten lassen. Marinaden und Gewürze, in die man das aufgetaute Seafood im Kühlschrank einlegt, können die Aromen hervorheben und das Geschmackserlebnis intensivieren. «Die Garnelen vor dem Grillen am besten nicht schälen. Rohe Garnelen mit Schale eignen sich perfekt zum Grillen, weil die Schale einen guten Hitzeschutz bietet und das feine Garnelenfleisch auch bei hohen Temperaturen saftig hält», empfiehlt Robert Herman, Geschäftsführer Yuu'n Mee fine foods Vertriebs GmbH. Genussfertig sind die Garnelen, sobald sie rundum orange-rötlich gefärbt sind. Und auch Fisch lässt sich variantenreich zubereiten.
Bei Westland Kaasspecialiteiten nimmt man wahr, dass die Nachfrage nach vegetarischen Grill-Produkten nicht nur von Vegetariern getrieben wird. «Auch Nicht-Vegetarier wünschen sich mehr Abwechslung in ihrem Essverhalten», so Claus Christmann, National Key Account Manager. «Und wenn die Verbraucher Fleisch essen, dann tun sie das mit mehr Rücksicht auf Qualität und Zubereitung – indem sie hochwertiges Fleisch zum Beispiel langsam und schonend garen.»
 
Eher Highlight als Trend?
Claudia Hauschild, Leiterin Unternehmenskommunikation und Nachhaltigkeitsmanagement bei der Rügenwalder Mühle beobachtet, dass die beliebtesten Monate für das Grillen nach wie vor zwischen Mai und September liegen: «Wir erkennen im Wintergrillen keinen grossen Konsumententrend. Sondern eher ein besonderes Highlight für diejenigen, die mehr Anspruch an das Grillen haben und darin etwas Besonderes sehen – sowohl bei den Geräten als auch beim Grillgut.» Dennoch sind die Grillprodukte wie die Vegane Mühlen Bratwurst auch während der kühlen Jahreszeit im Handel zu haben. Bei ProFagus dagegen merkt man in den Wintermonaten der letzten Jahre ganz klar einen verstärkten Absatz von Grill-Holzkohle und anderem Equipment wie Grillanzündern. «Für den Verbraucher ist zu beachten, dass die Versorgung der Grillausstattung im Winter schwieriger ist als im Sommer. Die Flächen im Lebensmittelhandel sind mit anderen, winterlichen und weihnachtlichen Waren besetzt», so Geschäftsführer Dr. Frank Höfer. Wenige Geschäfte hätten das ganze Jahr die komplette Grillausstattung im Angebot.
 
Versiert rangehen
Davon lassen sich hartgesottene Grillfans jedoch nicht abhalten. Genauso wenig wie von kälteren Temperaturen und anderen widrigen Einflüssen. Schliesslich lässt sich etwa durch Gasgrills, die schnell vorheizen, die Zeit draussen im Kalten reduzieren. Grills mit integriertem Licht leuchten auch im Dunklen die Grillfläche gut aus. Und wenn der Grill windgeschützt steht, kann er auch bei Kälte die gewünschten Grilltemperaturen erreichen. «Wir empfehlen, den Grill etwas früher zu starten als gewohnt. Und um die Temperatur im Grillinneren gleichmässig heiss zu halten, sollte der Deckel möglichst geschlossen bleiben», rät Andrea Strein, Vice President Hub Central (DACH) bei Weber-Stephen. Auch sie betont nochmals, dass es sich in Richtung Weihnachten anbietet, das Festtagsmenü draussen auf dem Grill zuzubereiten: «Die meisten wagen sich bisher noch nicht ran, sind aber neugierig. Dort möchten wir die Leute abholen und zeigen, was im Winter auf dem Grill alles möglich ist.» Etwa mit Wintergrillkursen oder einem eigenen Kochbuch zum Thema. 
 

Wintergrillen mit Wagyu Fleisch ist für uns ein echter Genuss

Wagyu Sauerland ist ein Fullblood Wagyu Zuchtbetrieb, der 2018 von Christoph Willeke und seiner Frau Katrin Schütz gegründet wurde. Die beiden Agraringenieure sind Europas jüngste Wagyu-Züchter – und auch in Sachen Tierwohl und Nachhaltigkeit Vorreiter. Beide sind der festen Überzeugung, dass nur höchste Fürsorge und bestes Futter ein Genussprodukt hervorbringt, das Weltniveau erreichen kann. Wagyu Fleisch eignet sich auch hervorragend für das Wintergrillen, da es auch bei niedrigeren Temperaturen seine Saftigkeit behält.

Das wertvollste Fleisch der Welt stammt aus Japan. Wie kommt es ins Sauerland? Wie sind Sie auf die Idee gekommen, Waygus im Sauerland zu züchten?
Christoph Willeke: 
: Wagyu, die edelste Rinderrasse der Welt, stammt aus Japan. In Europa gehören Wagyu-Rinder, die für viele auch als «Kobe» bekannt sind, zu den seltenen Rassen, da der Export neuer Zuchtgenetik aus Japan verboten ist. Kennen und schätzen gelernt habe ich die gutmütige und ruhige Rinderrasse während meines Auslandsjobs 2016 in Australien. Im Gespräch mit einem Farmer im Outback erfuhr ich, dass Wagyu-Fleisch einzigartig ist in Marmorierung, Geschmack und Inhaltsstoffen. Wieder im Sauerland stand für mich und meine Frau Katrin fest: Diese tolle Rasse möchten wir im Sauerland züchten!

Woher nehmen Sie Wissen und Kompetenz für die Züchtung?
Christoph Willeke:
Als Agraringenieure kennen wir uns in der Landwirtschaft gut aus. Ich habe durch eine landwirtschaftliche Ausbildung und den elterlichen Milchviehbetrieb umfangreiche Erfahrung in der Praxis. Dadurch kenne ich mich in Aufzucht der Tiere aus. Heute sitze ich im Vorstand des Wagyu Herdbuchs Deutschland, bin Experte für das australische Zuchtwertsystem und Pedigreeleser auf den drei Mal jährlich stattfindenden Wagyu-Auktionen.

Mittlerweile gibt es in Deutschland viele Züchter. Wie unterscheiden Sie sich von denen?
Christoph Willeke:
Für uns steht die Haltung auf den Sauerländer Weiden und höchstes Tierwohl immer an erster Stelle. Die Rinder weiden frische Gräser und Kräuter von Frühjahr bis Herbst auf extensiven Weideflächen und betreiben dabei Landschaftspflege. Den Winter verbringen sie im grosszügigen Strohstall. Wir verzichten bei der Fütterung auf Silomais, da wir davon überzeugt sind, dass Rinder dafür gemacht sind Gras zu fressen – und genau das sollen sie auch in bester Qualität von uns erhalten. Für unsere herausragende Fleischqualität sind wir die letzten drei Jahre in Folge vom Wagyu Verband Deutschlands für unsere Steaks ausgezeichnet worden. Bei deutschlandweiten Wagyu Fleisch Contest standen wir in den Jahren 2021 bis 2023 auf dem Treppchen. Darüber hinaus lieben wir einfach, was wir tun, das spüren unsere Tiere und auch unsere Kunden. Unsere Authentizität, Nähe zum Kunden und der unschlagbare Kundenservice sind für viele der ausschlaggebende Punkt wiederzukaufen und schlussendlich zum Stammkunden zu werden.

Was macht das Fleisch so besonders?
Christoph Willeke:
Wagyu-Fleisch ist bekannt für eine feine und intensive Marmorierung und eine Textur, die auf der Zunge zergeht. Der Geschmack ist mit anderem Rindfleisch nicht zu vergleichen und insgesamt als buttrig-nussig zu beschreiben. Das einzigartige Wagyu-Fett hat einen sehr hohen Anteil an Omega-3-, Omega-6- und einfach ungesättigten Fettsäuren. Durch den hohen Anteil an Omega-3-Fettsäuren ist Wagyu-Fleisch geeignet für eine bewusste Ernährung. Es ist besonders cholesterinarm und reich an wertvollen Nährstoffen.

Eignet sich das Fleisch auch zum Wintergrillen? Welche Stücke eignen sich besonders? Was muss dabei beachtet werden?
Christoph Willeke:
Wagyu Fleisch eignet sich hervorragend für das Wintergrillen. Stücke, die sich besonders eignen, sind das Rumpsteak, dieses zarte und marmorierte Stück Fleisch ist ideal für den Grill und behält auch bei niedrigeren Temperaturen seine Saftigkeit sowie das Ribeye-Steak, ein weiteres beliebtes Stück mit reichlich Fettmarmorierung, das beim Grillen eine köstliche Kruste entwickelt. Neben Steaks eignen sich auch Schmorgerichte besonders gut zum Wintergrillen. Hier empfehlen wir vor allem das Wagyu Brisket. Durch die starke Marmorierung bleibt das Brisket saftig und zart. Am besten eignet sich dafür ein Keramikgrill. Je nach Dicke des Briskets 4-6 Std bei 110 Grad und nach der ersten Phase das Schmorstück in Butcherpaper einwickeln.

Welche Grillmethode eignet sich am besten?
Christoph Willeke:
Für die Steaks empfehlen wir das direkte Grillen, bei der das Grillgut direkt über der Hitzequelle platziert wird. Dies ermöglicht eine schnelle und intensive Hitzeeinwirkung auf das Fleisch. Die hohe Temperatur führt zu einer leckeren Kruste. Beliebte Grills für das direkte Grillen sind Holzkohlegrills und Gasgrills, die idealerweise mit einer Plancha-Grillplatte ausgestattet sind. Durch den hohen intramuskulären Fettanteil kann das Wagyu Steak auf der Platte im eigenen Fett angrillt werden. Zusätzlich wird verhindert, dass keine Flammen durch heruntertropfendes Fett hochschlagen. Wir nutzen gerne den OFYR-Grill, hier handelt es sich um eine sehr hochwertige Feuerschale mit Grillplatte. Wintergrillen mit Wagyu Fleisch ist für uns ein echter Genuss. Die hohe Fettmarmorierung des Wagyu Fleisches sorgt dafür, dass es auch bei kaltem Wetter saftig und zart bleibt, und der Grillgeschmack verleiht dem Fleisch eine einzigartige Note.

Wie sollte Waygu am besten zubereitet werden?
Christoph Willeke:
Das Wagyu Fleisch sollte man einen Tag vor der Zubereitung in den Kühlschrank legen. Wir empfehlen, das Fleisch in dem Vakuumbeutel zu belassen. Eine Stunde vor der Zubereitung kann man das Fleisch auf die Küchenplatte legen, damit es Raumtemperatur annimmt. Anschliessend sollte man den Grill auf höchstmögliche Temperatur vorheizen. Öl oder Butterschmalz wird nicht benötigt, da beim Anbraten genügend Fett austritt. Für das grösstmögliche Geschmackserlebnis empfehlen wir die Steaks bis maximal medium (54°C) anzubraten. Zeigt das Thermometer die Wunschtemperatur, sollt man die Steaks zwei bis drei Minuten ruhen lassen. Nach dem Grillen sollte das Fleisch auch nur sparsam mit Salzflocken gewürzt werden, damit der volle Geschmack des Fleisches zur Geltung kommt.

Über welche Kanäle verkaufen Sie das Fleisch?
Christoph Willeke: 
Unser Hauptkanal ist der Online-Shop mit dem wir in nachhaltigen Strohboxen per Express europaweit versenden. Darüber hinaus haben wir einen Hofladen und veranstalten 5-Gänge-Tasting-Events auf unserem Hof mit Blick auf die Weide.

Was kostet ein Kilo Wagyu?
Christoph Willeke:
Das ist abhängig vom Teilstück, Steaks kosten ab 149 Euro (je Kilo), Burger-Patties liegen unter 10 Euro das Stück. Im Vergleich: Das Original Kobe-Fleisch kostet zwischen 400 bis 600 Euro je Kilo, manchmal sogar mehr.

Wer ist die Zielgruppe, wer sind die Käufer?
Christoph Willeke:
Die Käufer von unseren Wagyufleisch sind vor allem Menschen, die gutes Essen lieben und bereit sind, für aussergewöhnlichen Geschmack etwas mehr zu zahlen. Dazu gehören sowohl Leute, die gerne in gehobenen Restaurants essen, als auch Hobbyköche, die zu Hause etwas Besonderes zubereiten möchten. Zusätzlich dazu teilen Food-Blogger und Influencer gerne ihre Wagyu-Erfahrungen in den sozialen Medien. Zusammengefasst, unsere Kunden sind Menschen, die hohe Qualität, besonderen Geschmack und Tierwohl schätzen.

 

 

News

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Nach vorläufigen Zahlen (Jan.– Sept.) ging die Nachfrage nach Fisch und Meeresfrüchten 2023 im LEH um 5,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurück.

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In Genf setzt das grösste Manora Restaurant der Schweiz neue Massstäbe in der Handels-Gastronomie.

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MPreis produziert in einer Elektrolyseanlage grünen Wasserstoff.

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Marktforscher wagen einen Ausblick für 2024 und erwarten eine weitere Verunsicherung der Verbraucher. Davon könnte aber der LEH profitieren.

Tipps

Ein Grillthermometer ist im Winter besonders wichtig, um die Innentemperatur des Grills und des Grillguts zu überwachen. Handschuhe schützen vor Kälte und Hitze gleichermassen.
Bei niedrigen Temperaturen kann das Anzünden von Holzkohle oder Briketts schwieriger sein. Dann bieten sich hochwertige Anzündhilfen oder ein Anzündkamin an.
Zusätzliche Wärmequellen wie Heizstrahler oder Feuerschalen können für mehr Gemütlichkeit und Wärme sorgen.
Quelle: Grillfürst
 

Statements

Grills und vor allem Grillzubehör sind perfekte Geschenke zu Nikolaus und Weihnachten. Dazu möchten wir die Konsumenten natürlich inspirieren und empfehlen dem Handel eine besondere Platzierung der Produkte am POS. Das zahlt sich aus, denn Grillen im Winter ist nach wie vor sehr aufmerksamkeitsstark und teils überraschend für Kunden, bei denen dieses Thema bisher noch nicht so präsent in den Köpfen war. Sie sind dankbar, dass sie eine zündende Idee für die Ge-schenksaison erhalten haben und greifen zu.
Andrea Strein, Vice President Hub Central (DACH) bei Weber-Stephen

Wenn der Handel es schafft, das Thema Wintergrillen als Event zu etablieren, bietet es eine hervorragende Gelegenheit, sich von der Konkurrenz abzuheben und zusätzliche Umsätze zu generieren. Gestalten Sie spezielle Wintergrill-Bereiche in Ihrem Geschäft. Dies kann durch Dekorationen mit winterlichen Motiven, Schneeflocken und Grillzubehör in winterlichen Farben erreicht werden. Bieten Sie spezielle Wintergrill-Sets an, die alles enthalten, was Kunden für ein erfolgreiches Wintergrillen benötigen – von Grillzubehör über spezielle Wintergewürze bis hin zu Grillrezepten für die kalte Jahreszeit. Organisieren Sie Live-Grillvorführungen direkt vor dem Geschäft oder im Innenbereich. Das Aroma von frisch Gegrilltem zieht Kunden an und weckt das Interesse am Wintergrillen. Bieten Sie Kurse zum Thema Wintergrillen an, in denen Kunden Tipps und Tricks von Experten lernen können.
Ralf Surges, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie Social Media, Grillfürst 

Wie auch im Sommer kommt es darauf an, dem Shopper im Markt Inspiration zu bieten. Aufmerksamkeitsstarke Verbundplatzierungen, winterliches Grillgut an der Fleischtheke und passende Veredelungen. Gleiches gilt für die Alternativen zum Wintergrillen: Raclette und Fondue. Was wir in der Kategorie der Butterzubereitungen beobachten ist, dass dem Handel Umsatzpotenzial dadurch verloren geht, dass gerade im Dezember die Marke zu wenig verfügbar ist. Zu den Festtagen möchte der Verbraucher Marke und ist auch eher bereit, ein Preis-Premium zu zahlen.
Ulrike Fiedler, Director Marketing, Meggle Consumer Products West 

Besonders im Lebensmittelhandel ist es im Winter schwierig geeignete Platzierungen zu finden, da die Fläche oftmals mit Winter- und Weihnachtsprodukten bestückt ist. Deshalb ist es wichtig, wenn sich der Einzelhandel auf gezielte Displays mit allen Grillutensilien konzentriert oder direkt feste Regale in den Märkten für Grillware zuweist. Wenn alle Grillprodukte das ganze Jahr an demselben Ort in den Märkten platziert werden, wird bestenfalls auch das Interesse derer geweckt, die das Thema Grillen nicht immer präsent vor Augen haben, woraus wichtige Impulskäufe entstehen.
Dr. Frank Höfer, Geschäftsführer ProFagus 

Wenn im Winter gegrillt wird, dann weniger «alltäglich» als im Sommer. Das Wintergrillen scheint hier eher an besondere Anlässe gebunden zu sein.
Claudia Hauschild, Leiterin Unternehmenskommunikation und Nachhaltigkeitsmanagement bei der Rügenwalder Mühle

Die Verbraucher sehen den Grill nicht nur als eine Option für den Sommer, sondern nutzen ihren Grill auch im Winter. Dies ist darauf zurückzuführen, dass Luxusgrills «neue» Zubereitungsmethoden bieten. Diese ermöglichen es den Verbrauchern, auch mit anderen Rezepten wie Pizza oder Burger zu experimentieren. Und natürlich auch das «Grillen» in der Pfanne, wenn das Wetter mal nicht nach Garten ist.
Claus Christmann, National Key Account Manager, Westland Kaasspecialiteiten 

In den letzten Jahren ist ein bemerkenswerter Trend zu beobachten: Immer mehr Verbraucher entdecken die Freude am Grillen von Seafood und Garnelen und sehen diese als willkommene Alternative zum klassischen Fleischangebot. Ob im Sommer oder Winter, delikate Meeresfrüchte haben sich zu einem Favoriten auf Grillpartys und beim heimischen Grillen entwickelt.
Robert Herman, Geschäftsführer Yuu’n Mee fine foods Vertriebs-GmbH

Bei der Vermarktung von Grills und Zubehör ist die Inspiration der Kunden durch Rezepte und Tipps eine wichtige Sache. Das gilt genauso für das Wintergrillen.
Laure van Rijn, Marketing, Napoleon Europe 

Fakten zu Winter-BBQ

Die Anzahl der Haushalte, die 2022 gegrillt haben, ist mit 73 % leicht zurückgegangen (-2 ppt vs. 2021). Grund dafür sind die Kosten: Dass die Anschaffung eines Grills zu teuer ist, sagen 9 % der Haushalte (+2 ppt vs. 2021 und +4 ppt vs. 2019), dass Grillprodukte wie Fleisch zu kostenintensiv sind, finden 4 % der Haushalte (+1 ppt vs. 2021 und +3 ppt vs. 2019). Der Rückgang betrifft alle Jahreszeiten gleich. 38 % grillen im Frühling (-4 ppt vs. 2021), 72 % im Sommer (-2 ppt vs. 2021), 40 % grillen im Herbst (-4 ppt vs. 2021) und 14 % im Winter (-3 ppt vs. 2021). Haus­halte können durch die An­schaffung von Gasgrills spontaner grillen, da diese in der Regel schneller und prakti­scher sind als Holzkohlegrills. 33 % der Haushalte besitzen einen Gasgrill (+2 ppt vs. 2021 und +10 ppt vs. 2019), 60 % einen Holzkohlegrill (-1 ppt vs. 2021 und -7 ppt vs. 2019). Weniger Haushalte sagen,dass sie vorwiegend an schönen,sonnigen Tagen grillen (53 % / -6 ppt vs. 2021). Mehr Haushalte behaupten, dass sie grillen, wenn sie Lust haben – unabhängig vom Wetter (36 % / stabil vs. 2021 und +4 ppt vs. 2019).
Quelle: NielsenIQ-Grillstudie 2023

Produkte

Yuu'n Mee
Auch für den Grillrost eignen sich die «Yuu'n Mee Bio Black Tiger Garnelen» aus nachhaltiger Mangrovenwald-Farm. Sie haben ein bissfestes Fleisch mit mildem, nussigem Geschmack. Roh, mit Schale und Schwanzflosse, ohne Darm, tiefgefroren und im praktischen wiederverschliessbaren Beutel.

Meggle
Die «Meggle Trüffelbutter» ist in neuem Format und Design erhältlich. Der vorportionierte 5 x 20 g-Riegel bietet Frische und lässt sich hübsch auf dem Esstisch präsentieren. Ein edler Begleiter von hochwertigem Fleisch anlässlich der Festtage, der sich auch gut fürs Wintergrillen, für Raclette oder Fondue eignet.

proFagus
Die «GRiLLiS» von proFAgus sind Buchen-Grill-Holzkohlebriketts aus deutscher Fertigung, die TÜV- und PEFC-zertifiziert sind. Sie entwickeln eine sehr heisse Glut und brennen gleichmässig über viele Stunden hinweg. Dadurch eignen sie sich besonders für ausgedehnte Grillabend sowie für indirektes Grillen und die Zubereitung von Gerichten im Dutch Oven.

Rügenwalder Mühle
Die «Vegane Mühlen Bratwurst» überzeugt auch ohne Fleisch und andere tierische Inhaltsstoffe. Dennoch verfügt sie über das typisch würzige Aroma einer echten Bratwurst und sieht auch genauso aus. Das Produkt basiert auf Weizen und enthält ausserdem Haferfasern, Zwiebeln, Gewürze sowie eine kleine Menge an Rapsöl mit Omega-3-Fettsäuren.

Westland Kaas
«Old Amsterdam Tasty Grill» ist ein charaktervoller Pfannen- und Grilltaler, der sich einfach in der (Grill-)Pfanne oder auf dem Grill zubereiten lässt – innen cremig, aussen knusprig. Für alle, die gerne etwas Deftiges zu einem BBQ, Menü oder Salat mögen. Erhältlich in den Sorten «Original» und «Sweet Chili».

Lactalis
Der «Loumini Grillkäse» von Greco – Original Grillkäse aus Griechenland – ist in drei leckeren Sorten erhältlich: Natur, Basilikum und Chili. Mit seiner Schafs- und Ziegenmilch ist er eine trendige Alternative für alle Grillfans, lässt sich aber auch in der Pfanne zubereiten.